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Shulamith of Curlniques © Chanan Photography
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Die American Curl, die zum ersten Mal 1981 im sonnigen Kalifornien entdeckt wurde, ist eine der jüngsten und aufregendsten Katzenrassen. Die American Curl verdankt ihrer herausragenden Eigenschaft - ihren "gekräuselten" Ohren - einer natürlichen Mutation. Das Gen, welches für die zurückgedrehten Ohren verantwortlich ist, wird dominant vererbt und hat in den 20 Jahren der Zucht mit dieser Rasse keinen Lethalfaktor und keinen Skelettdeformation mit sich gebracht. Sie verdankt es der Tatsache, dass sie von Hauskatzen abstammt, dass bei American Curls keine rassespezifischen Gesundheitsprobleme auftreten. Die erste American Curl "Shulamith", von welcher alle Curls abstammen, wurde von Mutter Natur 'erfunden', aber die Begründer dieser Rasse, Joe und Grace Ruga, waren (und sind immer noch) zu einem grossen Teil für die Entwicklung der Rasse, die wir kennen und an der wir uns heute als American Curls erfreuen können, verantwortlich. Grace Ruga erzählt ihre Geschiche: "Es begann alles an einem warmen Junitag im sonnigen Südkalifornien. Joe Ruga parkte sein Auto vor dem Haus, in welchem er mit seiner (sehr schwangeren) Frau Grace wohnte. Während Joe zur Tür ging bemerkte er zwei halbwüchsige Jungkatzen in der Sonne in der betonierten Einfahrt nahe der Eingangtür. Was Joe zu diesem Zeitpunkt nicht wusste, war, dass er gerade in die Geschichte eingegangen war... Da wir beide Tiere gern haben ging er zu den beiden Katzen, um sich ihnen vorzustellen. Die eine war schwarz-weiss und auf beiden Seiten des Körpers nahezu symmtrisch gezeichnet. Die andere war pechschwarz. Sie hatten beide etwas längere Haare, obwohl das Fell am Körper der schwarz-weissen Katze kürzer war, waren die Haare an ihrem Schwanz wesentlich länger. Aber das interessanteste Merkmal dieser beiden waren ihre Ohren. Sie waren nach hinten gerollt! |
| Während Joe die beiden
streichelte und ihnen sanft zusprach bemerkte er, dass beide Katzen recht
grosse Ohren hatten, aber die Ohren der schwarzen waren zudem sehr hoch!
Die zweifarbige war ihm gegenüber sofort sehr aufgeschlossen und liess
sich gerne von ihm streicheln. Die schwarze war vorsichtiger und hatte
für die zweifarbige einen stark ausgeprägten Beschützerinstinkt.
Joe ging schliesslich ins Haus und fragte mich, ob ich die beiden Kätzchen
vor dem Haus gesehen hätte? Ich antwortete ihm, dass ich sie noch
nicht gesehen hatte. Er erzählte mir dann von ihnen und ihren einzigartigen
Ohren und beendete seine Geschichte mit "sie sind recht mager, aber füttere
sie nicht!".
I sah zur Eingangtür hinaus. Sie waren imm noch da. Ich ging direkt in die Küche und sammelte ein paar Reste vom Abendessen und etwas Milch zusammen. Ich stellte es hinter das Gebüsch an der Eingangstür und ging zurück ins Haus. Kurze Zeit später war das Essen weg. Ich füllte noch etwas nach und sagte nichts darüber. Am nächsten Tag waren beide Katzen immer noch da, also fütterte ich sie wieder. Dieses Mal konnte ich sie beide streicheln. An diesem Abend sassen sie direkt vor der äusseren Eingangtür (Anm. des Übersetzers: In den USA ist es oft üblich, vor einer normalen Eingangstür noch eine weitere, leichte Tür zu haben, die eigentlich nur aus einem Rahmen besteht und mit einem Fliegengitter o.ä. bespannt sind) und schauten zu uns herein - also liessen wir sie ins Haus. Sie kamen sofort herein und spielten über eine halbe Stunde lang und haben uns prächtig unterhalten! Auf einmal gab die schwarze ein Signal und sie gingen beide zu der Tür und verlangten, nach draussen zu gehen. Diese Prozedur wurde die nächste Woche über jeden Abend wiederholt. Wir bemerkten auch weiterhin die enge Verbindung zwischen den beide Katzen. Die zweifarbige war viel aufgeschlossener, aber die schwarze schien die Anführerin zu sein. Und eines Abends ereignete sich ein schreckliches Unglück. Die Kätzchen wollten wie immer nach dem Spielen nach draussen gelassen werden. Wir hatten an diesem Abend recht starke Windböen (in Südkalifornien als Santa Ana Winde bekannt). Als wir die Tür aufmachten und die beiden nach draussen gingen schlug der Wind die Tür zu und traf die zweifarbige am Kopf! Die schwarze attackierte sofort die Tür! Als sie bemerkte, dass die Tür nicht reagierte ging sie sofort zu ihrer Schwester, um ihr zu helfen. Die zweifarbige war offensichtlich verletzt und keine der beiden wollte sich von uns anfassen lassen. Die schwarze half der zweifarbigen zur Tür hinaus und die beiden verschwanden in der Nacht. Wir fühlten uns schrecklich! Am nächsten Tag sahen wir beide Katzen, aber sie kamen nicht auf uns zu und liessen uns auch nicht in ihre Nähe. Die zweifarbige hatte grosse Schwierigkeiten beim Gehen und Probleme mit dem Gleichgewicht. Ihr Kopf war etwas zur Seite geneigt, ihre Pupillen waren verschieden gross und sie hatte offensichtlich Schmerzen! Wir waren ausser uns! Wir fragten herum, ob sie jemandem in der Gegend gehörten, aber niemand sonst hatte sie bemerkt. So sehr wir uns auch bemühten, wir konnten die zweifarbige nicht einfangen, obwohl sie sich nur sehr schlecht bewegen konnte. Es war aber wirklich ausserordentlich rührend, wie sich die schwarze um sie kümmerte. Sie brachte ihr zu essen und redete ihr gut zu, etwas davon zu essen. Sie lief neben ihr und stütze sie beim Gehen. Sie drohte jedem, der versuchte, ihr zu nahe zu kommen. Wir waren von ihrer Hingabe sehr beeindruckt. Einige Tage nach dem Unfall tauchte die schwarze plötzlich an unserer Haustür auf und verlangte, eingelassen zu werden. Sie ging direkt auf Joe zu, kletterte auf seine Schulter und 'erzählte' ihm die ganze Geschichte. Sie wollte nie wieder weg. Da wir wussten, wie hingabevoll sie sich um ihre Schwester gekümmert hatte, war uns klar, dass sie nie zu uns gekommen wäre, wenn die zweifarbige noch am Leben wäre. Diese absolute Hingabe und Liebe übertrug sie nun vollständig auf Joe und sie hatten bis zu ihrem Lebensende eine sehr innige Beziehung. Die schwarze Katze nannten wir Shulamith. Man hatte uns gesagt, dies sei eine Abwandlung eines hebräischen Wortes, welches "schwarz aber schön" bedeutet. Shulamith wurde in der ganzen Welt als die Urmutter der American Curl bekannt. Alle registrierten American Curls muss man anhand ihres Stammbaums direkt auf Shulamith zurückführen können. Seitdem sie in unser Leben trat, hat sich vieles ereignet: 'Shu' brachte im Dezember 1981 ihren ersten Wurf in meinem Schrank zur Welt. Es waren 4 Kätzchen, ein schwarz-weisses, eines in Brown-Tabby, eines in Lynx-Point und eines in schwarz. Als die Kitten 4 Tage alt waren, bemerkten wir, dass sich ihre Ohren nach hinten rollten! Wir hatten noch nie daran gedacht, dass dies etwas sein könnte, das es sonst nirgendwo gab. Wir wussten, wie nahe wir an Long Beach mit seinem Hafen wohnten und dachten, dass die beiden vielleicht mit einem Schiff aus einem anderen Land gekommen waren. Wir durchstöberten einige Bücher, fanden aber nichts. Wir brachten die Kätzchen bei verschiedenen Leuten unter, die ebenfalls planten, Nachwuchs grosszuziehen, damit wir sehen konnten, ob wir etwas über die Vererbung der Ohren herausfinden konnten. Weitere Leute kamen bei jedem von Shu's Würfen hinzu. Es war alles sehr ungezwungen. Wir nannen es das 'Testzcuhtprogramm'. Einfach weil wir nicht wussten, womit wir es zu tun hatten. 1983, entschieden wir uns zusammen mit den anderen 'Züchtern' aus dieser Sache mit den einzigartigen Ihren eine registrierte und anerkannte Rasse zu machen, nachdem wir uns mit einem CFA Richter unterhalten hatten und dieser uns versicherte, dass dieses Merkmal von Shu und ihren Nachkommen so noch niemals zuvor in der Katzenwelt vorgekommen war. Die American Curl hatte ihr Debut auf einer CFA Ausstellung in Palm Springs im Oktober 1983. Der Rest - wie man sagt - ist Geschichte. Curls sind sehr intelligent. Es ist keine Seltenheit, wenn Curls apportieren oder ihnen bestimmte Tricks beigebracht werden. Sie binden sich sehr stark an ihre Menschen und haben einen "Peter Pan Komplex": sie verhalten sich so, als würden sie nie erwachsen werden und spielen ihr ganzes Leben lang. Sie sind keine Faulpelze und schlafen gerne bei ihren Menschen und sie schmusen sehr gerne." Falls Sie mehr über American Curls erfahren möchten, besuchen Sie bitte unsere Linkseite. Das Foto von Shulamith of Curlniques ist urheberrechtlich geschützt und darf ohne die schriftliche Genehmigung von Chanan Photography nicht vervielfältigt werden. Die Geschichte über die American Curls ist ebenfalls urheberrechtlich geschützt und darf ohne schriftliche Genehmigung von Grace Ruga nicht vervielfältigt werden. |